Trio Euter - Pfünderli

Trio Euter - Pfünderli

Format: CD-Album
Stil: Volksmusik Schweiz
Textsprache: Mundart
erschienen: 2003
Jahrzehnt: 00er Jahre

Fontastix-Bestellnummer: 321709
Bei Fontastix seit: 14.03.2006
Label: Pfünderli Records

Künstler-Website: http://www.trioeuter.ch


CHF 14.90

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Tracks

Der Name deutet es schon an. Die Musiker vom Trio Euter wissen noch, dass die Milch von der Kuh kommt und nicht aus dem Tetrapack. Aber sie sehen halt nicht ein, weshalb die Volksmusik nur für diejenigen sein soll, die selber melken können.

Das Trio Euter verbindet urchige Schweizer Volkslieder mit Pop, macht dreihundertjährige Texte topaktuell indem es diese mit Frechheit und Charme mit einer würzigen Mischung aus Volksmusik, Pop, Swing und Rock’n’Roll vertont. So spielt das Trio Euter altbekannte, teils über 300 jährige Hits neu arrangiert, mit zeitgemässen Rhythmen und Melodien dem heutigen Ohr angepasst. Es konzentriert sich auf die alten Volkslieder, umgarnt sie mit Respekt und steckt sie vorsichtig in ein neues Rock’n’Roll-Gewand. Das ist kühn, schlägt aber auch die Brücke zu all jenen, die Volkslieder höchstens mit Blockflötenunterricht und Schulreisen in Verbindung bringen.

Manchmal geht das Trio Euter noch einen Schritt weiter. Wenn es den „Schacher-Seppeli“ mit Jethro Tull kreuzt, dann ist das mehr, als Volkslieder mit Rock’n’Roll-Feel zu singen. Mit lustvollem Eklektizismus und Humor stellt das Trio Euter neue Verwandtschaften her, die so abwegig nicht sind, wie sie beim ersten Hören scheinen mögen. Von Beginn weg hatte die Folkmusic einen starken Einfluss auf den Rock’n’Roll und glänzte der Folk – genau wie die alten Schweizer Volkslieder – mit urwüchsigem Mutterwitz und gesunder Opposition gegenüber allen Autoritäten, die sich zu weit weg vom handfesten Leben befanden.

So fasst das Trio Euter den Begriff „Volksmusik“ so weit wie möglich und zeichnet dabei die widerständische Tradition nach, die sich von den alten Liedern weiterzog zur dezenten Kritik eines Jakob Ummel, zum feinen Aufbegehren eines vorhin erwähnten Ruedi Rymann mit seinem „Schacher-Seppeli“ und schliesslich bei Mani Matter oder Züri West wieder deutlich (und laut) wurde. Dem Trio Euter hingegen reicht die Deutlichkeit. Sein Instrumentarium braucht keinen Strom, funktioniert auf Bühnen so gut wie bei Stubeten oder in Fussgängerpassagen. Wenn da ein kleines bisschen „zurück zur Natur“ anklingt, dann nicht von ungefähr: Milch von der Kuh ist nicht „gruusig“, das UHT-Zeugs aus der Plastikflasche hingegen schon.